performative künste in sozialen feldern

master studium in frankfurt : kunst : kulturelle bildung : theaterpädagogik : medienpädagogik

studieninfos

performative künste in sozialen feldern

ALLGEMEINE INFOS zum Studiengang, zur Bewerbung & zu den Lehrenden

Welche Rolle können die Künste für gesellschaftliche Transformation spielen? Unsere Gesellschaft und Kultur befinden sich im Umbruch. Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts, des Miteinanders und alltäglichen Handelns – ebenso wie die oftmals fehlende Vorstellungskraft für zukünftige Entwicklungen – stellen zentrale Herausforderungen dar. Insbesondere die performativen Künste können hier neue Möglichkeitsräume eröffnen, gesellschaftliche Aushandlungsprozesse anstoßen und alternative Formen des Zusammenlebens erfahrbar machen.

Der deutschlandweit einzigartige Masterstudiengang „Performative Künste in Sozialen Feldern“ an der Frankfurt University of Applied Sciences widmet sich den Potenzialen künstlerischer und künstlerisch-forschender Zugänge in sozialen Feldern. Praxisorientiert und interdisziplinär eröffnet er Raum für die Entwicklung neuer Denk- und Handlungsweisen im Spannungsfeld von Kunst und Sozialer Arbeit. Im Mittelpunkt stehen die Konzeption und Realisierung eigener künstlerischer Projekte in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten sowie deren kritische Reflexion.

Das intermediale Studium verbindet künstlerische Forschung mit einer engen Zusammenarbeit mit Praxisinstitutionen und internationaler Vernetzung. Begleitet werden die Studierenden von einem interdisziplinären Lehrendenteam aus den Bereichen Theater, Performance, Neue Medien, Tanz, Bildende Kunst, Musik und Projektmanagement.

Durch die europäische Hochschulallianz „U!REKA European University“, der die Frankfurt UAS angehört, besteht die Möglichkeit, einzelne Module des Masters im internationalen Kontext zu studieren. Darüber hinaus ist der Studiengang eng mit dem internationalen Weiterbildungsprogramm „Kunst als soziale Praxis“ für praktizierende Künstler*innen verbunden, das von der Crespo Foundation gefördert wird.

PERFORMATIVE/// forschen, diskutieren & positionieren: ästhetische theorie, performativität, partizipation, künstlerische forschung, intermedialität, kulturelle bildung, ästhetik, alternative wissenskonzepte…
KÜNSTE/// neue künstlerische zugänge & praktiken erkunden: performance, neue medien, theater, tanz, sound, video, musik, installation, bildende kunst, digitale medien, fotografie…
IN SOZIALEN FELDERN/// gesellschaft gestalten: kunst als soziale praxis, community arts, kulturprojekte, ästhetische bildung, aktivismus, soziale arbeit, kunst im
öffentlichen raum…

Wichtige generelle Informationen zum Studienaufbau, zu Modulen & Prüfungen, sowie zu derzeitigen Veranstaltungen:

 

 

INFORMATIONSMÖGLICHKEITEN

Am 20.11.2026 von 14:30-17:30 Uhr ist unser nächster Informationstag (hybrid). Bitte melden Sie sich bei Interesse per E-Mail an: performativekuenste(at)fra-uas.de, nach Bedarf schicken wir die Zugangsdaten zu. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, gemeinsam die aktuelle Ausstellung der Masterstudierenden im AtelierFrankfurt zu besuchen.

Fragen zum Master oder dem Aufnahmeverfahren können Sie ansonsten jederzeit gerne per E-Mail stellen oder einen Termin zum Gespräch vereinbaren. Studentische Studiengangsberatung : performativekuenste(at)fra-uas.de & Studiengangsleitung: katharina.stephan(at) fra-uas.de

Instagram: @performativeaccess

Youtube: @performativekunsteinsozial4585

frankfurt-university.de/performa (voraussichtlich ab 17.11. wieder erreichbar)

hessische-theaterakademie.de/de/kunst-als-soziale-praxis/

 

 

BEWERBUNGSVERFAHREN

Das Bewerbungsverfahren ist zweistufig. Nach Einreichung der Bewerbung gibt es mündliche Aufnahmegespräche. Diese werden voraussichtlich am 20. und 22.01.2027 in Frankfurt stattfinden. Sie erhalten nach Einreichung Ihrer Bewerbung bis zum 13.1.2027 Bescheid, ob Sie zu den Aufnahmegesprächen eingeladen sind. 

Bewerber*innen brauchen einen Abschluss in einem grundständigen pädagogischen und/oder künstlerischen Studiengang. Zu den Bewerbungsunterlagen gehören ein Motivationsschreiben und Lebenslauf, die Ideenskizze eines möglichen Masterprojekts sowie künstlerische Arbeitsproben (siehe auch Zulassungsvoraussetzungen).

Bewerbungsfristen: national: 8.01.2027/ international: 16.12.2026

(Die Bewerbung mit internationalen Abschlüssen erfolgt über uni-assist. Die Bearbeitungsgebühr für die Überprüfung der Dokumente beträgt 75 Euro. WICHTIG: Wir empfehlen, alle Unterlagen mindestens 4 Wochen vor dem offiziellen Fristende einzureichen, da die Prüfung der Unterlagen mehrere Wochen dauern kann und fehlende oder fehlerhafte Dokumente nur bis zum offiziellen Fristende nachgereicht werden können.)

 

 

LEHRENDE IM MASTER

Prof. Katharina Stephan (Studiengangsleitung) / katharina.stephan(at)fra-uas.de

Katharina Stephan ist Professorin für Theater und Performance in sozialen Feldern und leitet seit 2023 den Masterstudiengang. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und arbeitet seit vielen Jahren als freie Künstlerin an der Schnittstelle von zeitgenössischer Performance, gesellschaftlicher Teilhabe und künstlerischer Forschung. Als Gründungsmitglied des Performancekollektivs Mobile Albania entwickelt sie partizipative Projekte, Interventionen und Situationen im öffentlichen Raum sowie in sozialen und kulturellen Einrichtungen. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie künstlerische Prozesse Begegnungen ermöglichen, gesellschaftliche Strukturen sichtbar machen und neue Formen des Zusammenlebens erproben können. Dabei interessieren sie insbesondere intergenerationelle, interkulturelle und inklusive Arbeitsweisen. In ihrer Lehre verbindet sie künstlerisches Experimentieren mit ethnografischen Zugängen, theoretischer Reflexion und der Entwicklung eigenständiger Projekte in sozialen Feldern.

Prof. Dr. Raul Gschrey / gschrey.raul(at)fra-uas.de

Raul Gschrey ist Künstler, Wissenschaftler und Professor für Neue Medien und Medienpädagogik an der Frankfurt UAS. Seine Arbeit bewegt sich zwischen Fotografie, Video, Installation, Performance, kuratorischer Praxis und künstlerischer Forschung. Im Mittelpunkt stehen gesellschaftliche und politische Fragestellungen sowie die Möglichkeiten, diese durch künstlerische und mediale Verfahren sichtbar und verhandelbar zu machen. Er entwickelt Interventionen im öffentlichen Raum und experimentelle Ausstellungsformate, die neue Perspektiven auf soziale Zusammenhänge eröffnen. Dabei versteht er auch das Ausstellen, Vermitteln und gemeinsame Diskutieren von Kunst als performativen Prozess. In seiner Lehre verbindet er medienkünstlerische Praxis mit kulturwissenschaftlicher Reflexion und partizipativen Arbeitsformen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die künstlerisch-ethnografische Untersuchung urbaner Räume, etwa im Zusammenhang mit städtischen Gemeingütern und gemeinschaftlicher Stadtgestaltung. Zudem ist er U!REKA Innovationsprofessor und engagiert sich der U!REKA Europeam University im Bildungsbereich und organisiert die internationalen Austausch und Lehrangebote im MA.

Prof. Dr. Sebastian Matthias / sebastian.matthias(at)fra-uas.de

Sebastian Matthias ist Choreograf, Künstler und Professor für Tanz als forschende Praxis in sozialen Feldern an der Frankfurt UAS. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage, wie Menschen durch Bewegung, Körperwahrnehmung und gemeinsames choreografisches Handeln miteinander in Beziehung treten. Er versteht Tanz nicht ausschließlich als Bühnenkunst, sondern als soziale Praxis, in der gesellschaftliche Erfahrungen, Unterschiede und Formen der Zusammenarbeit erforscht werden können. Seine künstlerischen und wissenschaftlichen Zugänge verbinden choreografische Experimente mit somatischen Körperpraktiken, Interviews und systematischer Beobachtung. Dabei interessiert ihn insbesondere, wie kollektive Bewegungsprozesse entstehen und welche Handlungsmöglichkeiten sie eröffnen. In der Lehre vermittelt er Tanz und Choreografie als künstlerische Forschungsmethoden und als Werkzeuge kultureller Bildung. Studierende können dabei eigene körperbezogene und partizipative Formate entwickeln, erproben und kritisch reflektieren.

Prof. Jutta Stocksiefen / jutta.stocksiefen(at)fra-uas.de

Jutta Stocksiefen ist Vertretungsprofessorin für Kulturelle Bildung und Ästhetische Praxis an der Frankfurt UAS. Sie verbindet kunstpädagogische Perspektiven mit der Entwicklung und Begleitung künstlerischer Projekte in gesellschaftlichen Kontexten. Zu ihren Arbeitsfeldern gehören die kulturelle Bildung, die fotografische Praxis und die künstlerisch-ethnografische Erforschung urbaner Lebensräume. Sie war unter anderem an internationalen Hochschulkooperationen im Rahmen des U!REKA Lab: Urban Commons beteiligt, in denen Studierende gemeinschaftlich genutzte Stadträume, Formen der Mitgestaltung und soziale Initiativen untersuchten. Im Masterstudiengang begleitet sie Studierende bei der Konzeption und Umsetzung partizipativer Kunstprojekte. Dabei werden künstlerische Methoden mit Fragen nach gesellschaftlicher Teilhabe, räumlichen Bedingungen und gemeinschaftlichen Gestaltungsprozessen verbunden.

Caroline Creutzburg / caroline.creutzburg(at)fra-uas.de

Caroline Creutzburg ist Künstlerin und Lehrende an der Frankfurt UAS. Ihre künstlerisch-praktische Lehre verbindet bildnerisches Gestalten mit experimentellen, intermedialen und performativen Ausdrucksformen. Dabei kommen unterschiedliche Materialien wie Farbe, Stoff, Gips, Ton oder Speckstein ebenso zum Einsatz wie Musik, Sound, Stimme, Text, Video, Found Footage und digitale Medien. Im Mittelpunkt steht die künstlerische Auseinandersetzung mit der eigenen Wahrnehmung, der persönlichen Positionierung und den Beziehungen zur sozialen Umwelt. Künstlerisches Arbeiten versteht sie als einen offenen Prozess, in dem bestehende Vorstellungen von Wirklichkeit hinterfragt und alternative Formen des Zusammenlebens erprobt werden können. In ihren Lehrveranstaltungen eröffnet sie Räume für individuelles Experimentieren und gemeinschaftliche Gestaltungsprozesse. Studierende entwickeln eigene künstlerische Ausdrucksweisen und untersuchen, wie Materialien, Medien und Erzählformen in partizipativen Projekten miteinander verbunden werden können.

Isabel Dorn / dorn.isabel(at)fra-uas.de

Isabel Dorn arbeitet an der Schnittstelle von Theater, Performance, Bildender Kunst und künstlerischer Forschung. Ihre interdisziplinäre Praxis verbindet theatrale Inszenierungen mit gesellschaftlichen Fragestellungen und der unmittelbaren Begegnung mit Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen. In Projekten in Frankfurt, Indien und Marokko hat sie gemeinsam mit Studierenden und Menschen vor Ort künstlerische Formate entwickelt, die soziale Wirklichkeiten untersuchen und neue Formen der Beteiligung ermöglichen. Beispiele sind Performances zum Thema Wohnungslosigkeit, interkulturelle Begegnungsprojekte und künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum. Ein zentrales Anliegen ihrer Arbeit ist die Entwicklung einer sozialen Ästhetik: Kunst wird dabei als gemeinsam gestaltete Situation verstanden, in der Austausch, Teilhabe und neue Erfahrungen möglich werden. In ihrer Lehre vermittelt sie experimentelle Theaterformen, intermediale Arbeitsweisen und die Verbindung von künstlerischer Praxis und gesellschaftlicher Reflexion.

Jihae An / jihae.an(at)fra-uas.de

Jihae An ist Künstlerin, Vermittlerin und Kuratorin und arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Stadt und Gesellschaft. Ihre künstlerische Praxis ist geprägt von kollektiven Arbeitsweisen, Kooperationen und Projekten im öffentlichen Raum. Sie entwickelt Interventionen, Workshops, Ausstellungen und partizipative Formate, in denen Menschen gemeinsam gesellschaftliche Fragestellungen untersuchen und neue Handlungsmöglichkeiten erproben. Kunst versteht sie dabei als soziale Infrastruktur, die Beziehungen, Verantwortung und gemeinschaftliches Handeln ermöglicht. Ihre Projekte entstehen häufig in Zusammenarbeit mit Nachbarschaften, Initiativen und unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteur*innen. An der Frankfurt UAS leitet sie das Weiterbildungsprogramm „Kunst als soziale Praxis“ (KASP) und ist in die künstlerische Lehre des Masterstudiengangs eingebunden. Im Mittelpunkt stehen experimentelle, kollaborative Prozesse und die Frage, wie Kunst gesellschaftliche Räume aktiv mitgestalten kann.

 

Team der Medienwerkstatt & Veranstaltungsmanagement – Technische und künstlerische Unterstützung

Die Medienwerkstatt des Fachbereichs 4 der Frankfurt University of Applied Sciences unterstützt Studierende bei der technischen und gestalterischen Umsetzung künstlerischer und medialer Projekte. Für den Master „Performative Künste in Sozialen Feldern“ bietet sie wichtige Ressourcen für die Arbeit mit Video, Ton, Licht und multimedialen Präsentationsformen.

Lothar Eichhorn / eichhorn.lothar(at)fra-uas.de

Lothar Eichhorn ist seit Anfang 2017 für die Medienwerkstatt und die Medienproduktionen des Fachbereichs 4 der Frankfurt University of Applied Sciences verantwortlich. Nach seinem Studium der Film- und Medienwissenschaft sammelte er fast zwanzig Jahre Erfahrung in der professionellen Fernsehproduktion. Diese praktische Expertise bringt er in die technische und gestalterische Begleitung studentischer Projekte ein. Seine Schwerpunkte liegen in der Videoproduktion, Kameratechnik, Filmgestaltung und digitalen Postproduktion. In der Medienwerkstatt unterstützt er Studierende bei der Entwicklung und Umsetzung audiovisueller Arbeiten – von der ersten Idee über die Aufnahme bis zum fertigen Film. Dazu gehören die Einführung in professionelle Geräte, die Beratung zu filmischen Gestaltungsmöglichkeiten und die Unterstützung beim Videoschnitt. Für Studierende der performativen Künste eröffnet seine Arbeit die Möglichkeit, künstlerische Prozesse filmisch zu dokumentieren, eigenständige Videoarbeiten zu entwickeln und digitale Medien als Teil performativer Projekte einzusetzen.

Markus Giegerich / markus.giegerich(at)fra-uas.de

Markus Giegerich ist seit dem Sommersemester 2020 für die Licht- und Tontechnik am Fachbereich 4 der Frankfurt University of Applied Sciences verantwortlich. Als gelernter Klavierbauer, Pianist und Betreiber eines eigenen Tonstudios verfügt er über umfangreiche praktische Erfahrungen in der Musikproduktion, analogen und digitalen Klangerzeugung sowie der Aufnahme und Bearbeitung von Musik. In der Medienwerkstatt begleitet er Studierende bei der technischen und künstlerischen Arbeit mit Klang, Stimme, Musik und Licht. Dazu gehören der Umgang mit Aufnahmegeräten, Mikrofonen und Audiotechnik ebenso wie die digitale Klangbearbeitung und die technische Gestaltung von Aufführungen und Präsentationen. Gemeinsam mit Lothar Eichhorn bietet er Lehrveranstaltungen an, in denen Musik und Video miteinander verbunden werden. Für Studierende der performativen Künste eröffnet seine Arbeit vielfältige Möglichkeiten, Klang und Licht als eigenständige künstlerische Ausdrucksmittel zu erforschen und in intermediale, installative oder performative Projekte einzubinden.